5 Fragen an Bernd Arold vom Gesellschaftsraum

Wenn der in der Nähe von Würzburg aufgewachsene Koch anfängt zu sprechen, fühlen wir uns direkt heimisch – denn die fränkische Herkunft ist definitiv nicht zu leugnen. Den „kochenden Punk“ hat die SZ ihn vor einigen Jahren genannt. Umso überraschender ist es, wenn man den Gesellschaftsraum das erste Mal betritt. In schlichter aber stylischer Atmosphäre – weit entfernt von Punk Rock Kneipe – serviert der Koch mit den Tätowierungen dort gehobene Küche mit ungewöhnlichem Dreh. Wir haben Bernd Arold im Rahmen der eat&STYLE (27.-29. Oktober 2017 im Zenith) getroffen …

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Foto: Der Gesellschaftsraum

Wie sieht dein München in fünf Worten aus?
Gemütlichkeit. Offenheit. Genuss. Vielfältigkeit. Bunt.

Auf der eat&STYLE wartet eine improvisierte Umgebung auf dich. Was sind da die Herausforderungen?
Man muss auf alles Mögliche vorbereitet sein. Es kann passieren, dass der Kühlschrank nicht geht, es keinen Strom gibt. Dass das warme Wasser nicht funktioniert. Man muss die Gerichte an die Location anpassen und sich auf alles einstellen. Unser Gericht für die eat&STYLE ist ein wenig einfacher, als im Restaurant. Und trotzdem wollen wir unseren Gesellschaftsraum-Geschmack und unseren Stil gut rüberbringen.

Im Gesellschaftsraum wollt ihr „altbekannte und beinahe unbekannte Produkte“ zusammenbringen. Wie muss man sich das vorstellen?
Dass wir mit alten Gemüsesorten kochen, ist für uns selbstverständlich. Wenn wir also von Altem und Unbekanntem sprechen, meinen wir damit, dass wir alte Rezepte und Ideen hernehmen und neu aufleben lassen. Es hat schon seinen Grund, warum Tafelspitz, Kalter Hund und Toast Hawaii als Klassiker gelten. Toast Hawaii wird bei uns dann eben mit Appenzeller, Bresaola und Hummer in einer Rolle auf den Teller gebracht.

Kochst du in deiner Freizeit auch?
Ich koche auch in meiner Freizeit gerne, habe aber das Glück, dass auch meine Frau sehr gut und gerne kocht. Kochen ist für mich eine Lebenseinstellung – in der Arbeit und daheim. Wenn es schnell gehen muss, gibt es dann meist Pasta mit Gemüse. Sind im Kühlschrank noch Radieschen, gibt es eben Nudeln mit Dill, Parmesan und angebratenen Radieschen.

Was sind deine fünf Lieblingsorte in München?
Der Rosengarten in der Nähe des Schyrenbades – den habe ich kürzlich erst entdeckt. Die Isar – ohne Worte. Das Gabelspiel in Giesing hat einen tollen Service und geniale Gerichte. Geniales griechisches, knoblauchlastiges Essen bekommt man bei Georgios in der Schleißheimer Straße – das ist wie ein Kurzurlaub. Und die Madame Bar in der Ledererstraße. Das war der erste Stripclub, in dem in München live gestrippt werden durfte. Inzwischen ist es eine geniale Bar, die Optik ist geblieben. Ein faszinierender Ort!

DER GESELLSCHAFTSRAUM
Bräuhausstraße 8, München

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